Vor 1970 treffen sich Muslime auf dem Sportplatz der jetzigen „Hauptschule Doktor Posch“, um an den Feiertagen miteinander zu beten. 1970 gibt es in der Lendgasse den ersten muslimischen Gebetsraum in Hall. Etwa zehn Jahre später werden die ersten eingetragenen muslimische Vereine gegründet: in der Salvatorgasse 1 „AIF Österreichische Islamische Föderation Hall in Tirol“, genannt „Milli Görüş“ (1978), und in der Unteren Lendgasse „ATIB Hall in Tirol“ (1978). „Milli Görüş“ übersiedelt 1984 in die Räume der Salvatorgasse 19, 2002 in die Behaimstraße 3. „ATIB“ ist seit 2004 am Heiligkreuzer Feld 36 beheimatet. Seitdem die Vereine mehr Raum zur Verfügung haben, kümmern sie sich neben der religiösen Bildung und Betreuung vermehrt um die Freizeit ihrer Mitglieder. Es werden Feste veranstaltet, gemeinsam gefrühstückt, Karten gespielt oder auch Sport getrieben.
- „AIF Österreichische Islamische Föderation Hall in Tirol“, genannt „Milli Görüş“
- Avusturya Türk-İslam Birliği Türkisch-Islamischer Verein für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich.
- Im Gebetsraum des ATIB-Vereins ist links die Gebetsnische (Mihrab). Sie zeigt – wie in jeder Moschee – die Gebetsrichtung nach Mekka an. Rechts ist die Kanzel (Minbar). Dort hält der Imam am Freitag und an Feiertagen die Predigt. Foto: Ramazan Kireş, 2014
- Auch im Gebetsraum der Männer des Milli Görüş-Vereins ist die Gebetsnische (Mihrab) nach Mekka gerichtet. Das Teppichmuster verläuft deshalb diagonal im Raum. Foto/: Ramazan Kireş, 2014